Mein erster Tag ohne Windel

Oh je, seit dem letzten Eintrag ist viel passiert: Ostern, Norderney Urlaub, Geburtstag mit großer Party im Biebertal, Borkum Urlaub und so viel mehr. Ich bin seit Dienstag ein Kindergartenkind und wer hätte es geglaubt…. ich quassele wie ein Wasserfall. Mit Sätzen wie ‚ich muss jetzt definitiv noch Elefanten und Hase gucken‘, mache ich meinen Standpunkt deutlich. Viiiele Warum-Fragen halten Mamas und Papas Gehirne auf Trapp und ich erfahre Dinge, über die ich noch mehr quasseln kann. Es fehlen noch ein paar Buchstaben in meinem Repertoire. So gibt es zum Beispiel Ls im Moment nur am Wortende und ich verdrehe mir dabei lustig die Zunge. Aber dafür übe ich ja auch so fleißig.

Heute morgen habe ich mir dann überlegt, dass ich heute mal keine Windel brauche. Das hat auch den ganzen Tag super geklappt. Bin wohl doch schon ein großer Junge….

Mein 3. Geburtstag

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Hi und Tiissss

‚Hi‘, ‚ich‘ bin ‚Neni‘ und schon 2,5 Jahre alt. Ich feile fleißig an meinen sprachlichen Fähigkeiten. Mein Tag beginnt mit einem fordernden ‚auf‘ in Richtung meines Schlafbegleiters. Das ist entweder Papa ‚Tom’/’Pim‘ oder Mama ‚Juja‘. Um zu schauen, ob schon Zeit zum Aufstehen ist, schauen wir auf die ‚Uhr‘. Ich mache meinen Schlafsack ‚auf‘, schalte das Licht ‚ein‘, mache die Heizung ‚an‘ und werfe meine ‚Nuni‘ im hohen Bogen zielsicher ins Waschbecken. Dann mache ich die Windel ‚ab‘, mache ‚Pipi‘ aufs Töpfchen und wasche den ‚Popo‘. Schmutzige Wäsche kommt in den ‚Puff‘. Dann decken wir den ‚Tisch‘, kochen ‚Tee‘ und ich wünsche allen ‚Dabudabitit‘, also guten Appetit. Ich schmiere mir mein Brot und schneide dann die Kruste ab. Die mag ich nämlich meistens nicht. Das Brot ist dann ‚taputt‘. Ab und zu gibt es morgens schon Apfel also ‚Apff‘ zum Frühstück. Den kann ich schon alleine in mundgerechte Stücke zerschneiden. Meine Handlungen kommentiere ich unentwegt mit ‚oh nein‘ oder ‚ajeijei‘. Ich habe noch immer eine große Leidenschaft für Stecker aller Art. Mama im Corona-Homeoffice hat mir ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Ich gehe gerne mit Papa einkaufen. Ich rase dann mit einem kleinen Einkaufswagen durch den Laden und bezirze mit meinen Kulleraugen die Kassiererinnen. Zuhause spiele ich dann auch gerne einkaufen. Dafür fahre ich mit meinem Puky Rädchen in die Küche oder ins Schlafzimmer. Der Laden in der Küche hat nämlich manchmal schon ‚zu‘. Am liebsten kaufe ich ‚Eier‘. Einkaufen spielen lässt sich gut mit Kuchen backen spielen verbinden. Da fehlen nämlich ständig Zutaten, die noch eingekauft werden müssen. Fantasie- gebackene Muffins sind ‚heiß‘ und müssen deswegen mit der Grillzange aus dem Backofen meiner Spielküche geholt werden.

Ich schneide oder male gerne, am liebsten mit grün ‚dün‘ oder rot ‚hot‘. Grad ist ‚Amma Hedy‘ ‚da‘; und zwar nicht nur da sondern auch ‚hier‘. Leider stand sie Freitag lange im ‚Tau‘. Meistens ist Oma leider nicht da. Das heißt dann ‚Hedy da nein‘. Meine andere Oma heißt übrigens ‚Hut‘. Soeben werden von Oma und mir Legotiere in einer groß angelegten Impfaktion immunisiert. Alle Tiere bekommen einen ‚Pieps‘, sogar ‚Etten‘, die Ente. Sie lebt im ‚Teich‘.

Weiterhin klettere und ‚hoppa‘ springe ich gerne. Allerdings ist es mir draußen grad zu ‚kalt‘, oft noch als ‚brrrr‘ bezeichnet. Ich sag dann jetzt aber mal ‚Tiisss‘. Ich muss weiter rumwuseln und Quatsch machen.

Nachtrag von Mama: Die Zeit des verlässlichen Mittagsschlafs, wo Lenni-Bespaßung an guten Tagen manchmal 2 Stunden pausiert werden und selbst ausgeruht oder andere sinnvolle Dinge gemacht werden konnten, ist nun leider Geschichte. Wir blicken zurück auf ca. 1,5 Jahre mittäglichen Frieden und fragen uns derzeit häufiger, wie man den Tag ohne Mittagspause wohl rumbringt. Die Zeit zwischen 6 und 8 kann manchmal ganz schön lang werden.

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Ja Sager

Nachdem ich für meine Eltern schier endlose Wochen nur Nein in unterschiedlichem Vehemenzgrad gesagt habe, sage ich nun offiziell seit drei Wochen auch Ja! Das finden alle großartig und lässt uns viel positiver durch den Tag gehen.

Fassen wir meine sprachlichen Kompetenzen mit 2 1/4 mal für die Nachwelt zusammen. Zuerst kam Mama, dicht gefolgt von Papa. Dann kam hamham (das zählen wir jetzt mal großzügig als Wort). Für Trinken gibt es einen seltsam gurgelnden Laut, der meist verstanden wird. Danach kam Nein, dann Da und dann lange nichts. Anschließend folgte Ja, dann Ich und Teddy. Es gibt außerdem Worte für Klein und Groß, Warm und Kalt, die aber nichts mit den Worten im Duden zu tun haben. So heißt brrbrr einerseits kalt, aber auch Auto, Auto fahren oder wahlweise auch draußen. Tschutschu heißt Zug. Pappap steht für verschiedene Aktivitäten wie Steine in den Bach werfen, Bagger gucken… Es ist also ganz einfach zu interpretieren, wonach mir grade der Sinn steht. Ich gebe außerdem lustige Tierlaute für Katze, Maus (dies ist ein einziger Laut, je nach Kontext zu verstehen) Hund, Pferd, Kuh, Schwein, Esel, Hase, Ziege und Schaf von mir. Ergänzt wird das ganze um zahlreiche Gesten, die die noch fehlenden Worte ausgleichen sollten.

In der Kita habe ich wieder viel dazugelernt. So kann ich jetzt meine Jacke und Schuhe alleine aus- und meist auch anziehen. Auch in Hosen komme ich alleine rein. Ich kann ziemlich ordentlich essen, wenn ich möchte. Außerdem schmiere ich mir mit etwas Hilfe ein Brot oder mache mir ein Müsli. Ich spiele inzwischen (endlich) auch mal etwas alleine. Puzzeln macht mir im Moment wieder richtig Spaß. Zudem klettere und balanciere ich gerne. Hoppa ist das Kommando, das ich gebe, wenn ich runterspringen möchte. Von kleineren Höhen z.B. Bordsteinkanten springe ich inzwischen auch alleine.

Grade finde ich Kuchen backen sehr faszinierend und Mamas Mixer wird täglich auch für Trockenübungen im Wohnzimmer benutzt und darf unter keinen Umständen mehr weggeräumt werden. Pappap heißt in dem Zusammenhang übrigens Rührstäbe aus dem Mixer entfernen.

Motiviert von viel Applaus und unter den wachen Augen von vielen Zuschauern (Plüschtieren, Lego-Männchen, scheinbar wahllosen Gegenständen) gehe ich, wenn man mich fragt, zum Pipi machen aufs Töpfchen.

Der Vollständigkeit halber ist zu berichten, dass ich sehr ungerne alleine schlafe und Mama oder Papa deswegen seit Monaten abwechselnd die Nacht im „Camp“ vor meinem Bett verbringen. Und weil eng ja sooo gemütlich ist, krabbel ich einfach oft schon vor Mitternacht mit auf die 80 cm Matratze und erobere mir dort einen Schlafplatz.

Im Moment bin ich 88cm groß und wiege 11 kg.

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Mein zweiter Geburtstag

Am Sonntag habe ich meinen zweiten Geburtstag gefeiert. Es gab wieder eine tolle Grillparty im Biebertal mit vielen Gästen, leckerem Essen und vielen Geschenken.

Was gibt’s sonst Neues? Jaaa, ich bin ein ganz schöner Schlingel geworden: Zum Quatsch machen, mache ich einfach unauffällig die Tür hinter mir zu. Sehr gerne plempere ich dann heimlich mit Wasser. Ich klettere ständig auf Stühle und Tische und deswegen ist eigentlich nichts mehr vor mir sicher. Ich kann schon gaaanz viel alleine: Hände waschen (mit Licht an, Ärmel hochziehen, abtrocknen, Licht aus, zwischdurch noch Bad fluten), Schuhe ausziehen, Body-Knöpfe zumachen und vieles mehr. Wenn etwas nicht klappt, kann ich ganz schön hartnäckig dranbleiben. Gerne gehe ich in die Kita. Da kann man prima Quatsch bei anderen angucken. Seit ein paar Wochen ist mein neues Lieblingswort NEIN.

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Mein erster Kitatag

Am 8. Juni – zwei Monate vor meinem zweiten Geburtstag – gehe ich zum ersten Mal in die Kita. Mir gefällt’s ganz gut. Leider kann ich erstmal nur für 4 Tage hingehen, aber nach dem Urlaub geht’s hoffentlich gleich weiter.

Ich bin jetzt 83 cm groß und 10 kg leicht. Ich liebe Klettern, Hüpfen, Rutschen und im Sand spielen. Ich bin außerdem großer Esel- und Pferdefreund und die Duplopferde müssen einfach überall hin mit. Mein Wortschatz bleibt auf Mama, Papa in Dauerschleife beschränkt.

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Auf Ostereiersuche

Das Nest von Osterhase Oma
Im Sonnenschein findet sich auch draußen etwas.
Kleiner Steinewerfer

Steine sammeln und ins Wasser werfen ist meine neue Outdoor-Lieblingsbeschäftigung, gleich danach kommt Pferde gucken und im Sand buddeln. Drinnen wird gerne geknetet und Lego „gebaut“.

Und sonst so: Ungefähr um Ostern wurde meine Nachtmilch wegrationiert. Damit kann ich leben. Eine Milch abends gibt’s ja noch. Insgesamt esse ich etwas besser. Ab und zu verdrücke ich sogar eine ganze Scheibe Brot. Besonders gerne esse ich allerdings Joghurt, Käse und Nudeln.

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19 Monate alt

Nach gut sechs Wochen ziemlich ausgeprägter Schlafverwirrungen, habe ich nun schon vier Mal – ganz ohne Milch- so richtig durchgeschlafen. Ist zwar heute schon wieder Geschichte, aber trotzdem ist’s berichteswert: Mein Bettchen hat nämlich jetzt keine Gitterstäbe mehr und nur noch so nen schnittigen Rausfallschutz. Wenn ich Lust habe, kann ich jetzt selbst reinklettern (aber ich habe eher selten Lust). Mama und Papa haben sich so eine gemütliche Matratze vors Bett gelegt. Darauf kann man prima toben und ein Mama/Papa Nachtcamp aufschlagen, wenn es mir im Kinderzimmer alleine zu langweilig wird. Ich kann übrigens auch alleine rausklettern und zum Beispiel nach dem Mittagsschlaf selbstständig auf Wanderschaft gehen.

Meine Fummelkünste habe ich nach Schlüssel ins Schloss stecken nun in Richtung Druckknöpfe und Reißverschlüsse verlagert. Jacke anziehen oder Body zumachen braucht halt Zeit und alleine machen, ist eh das Beste. Body und Hose hochziehen übe ich noch.

Neben Fummeln steht auch Klettern hoch im Kurs: Tisch, Stuhl, Mülleimer, nix ist sicher. Und wenn ich mich mal ausruhen muss, spiele ich neuerdings mit meiner Eisenbahn.

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Eineinhalb Jahre

Mit meinen 18 Monaten bin ca. 80 cm groß und wiege 10 kg. Die Zeit nach Weihnachten war trübe und kalt und diese dicken Klamotten mag ich weder anziehen noch anhaben. Sie machen mich ja so unbeweglich. Selbst Schnee konnte mich kaum zu einem längeren Draußen-Aufenhalt motivieren. Dabei kann ich schon so prima laufen. Zum Bäcker oder um den Block schaffe ich oft schon ganz ohne Kinderwagen. Ich kann auch rückwärts und auf Zehenspitzen laufen. Der zur Winterabwechselung geplante Planschkurs wurde wegen geschlossener Schwimmbäder leider abgesagt. So muss ich mich halt mit der Badewanne begnügen, schließlich bin ich doch so gerne im Wasser. Oder ich patsche halt durch Pfützen, dafür ist das schlechte Wetter dann doch gut. Ich übe grad hüpfen, aber so wirklich hebe ich noch nicht vom Boden ab. Letzte Woche bin ich drei Tage lang immer wieder die Treppenleiter hoch und runter in die Kissen gehopst. Papa hatte hier einen schönen Schlechtwetter-Parcours im Wohnzimmer aufgebaut.

Nachdem ich fünf Monate wie ein Wilder gepuzzelt habe, ist meine Puzzel-Begeisterung nun etwas abgeflaut. Dafür knete ich jetzt. Lego finde ich immer noch prima. Außerdem reite ich sehr gerne auf Rody, vor allem wenn die passende Musik läuft. Gerne verteile ich Küsschen an alles was ansatzweise Augen und Mund hat. Ich freue mich immer sehr, wenn ich jemandem etwas geben kann (z.B. Mama ihr Handtuch, Leon einen Ball).

Ich sage jetzt ab und zu Mama und Papa. Alles andere, was ich so vor mich hin brabbele, ist für meine Umwelt noch nicht so richtig verständlich. Kopfschütteln heißt oft nein, manchmal ja, aber auch mal etwas ganz anderes. Mit meinen ausgestrecktem Zeigefinger kann ich trotzdem gut Kommandos geben.

Alleine schlafen ist im Moment nicht so gefragt. Seit drei Wochen campiere ich jetzt im Mamas und Papas Mitte. Ist halt so schön gemütlich.

Essen gehört immer noch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Es kommt nur sehr selten vor, dass ich etwas wirklich gerne essen.

Kleiner Künstler
Todesmutig
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Weihnachten 2020

Wir feiern ein ruhiges Corona-Weihnachten Zuhause mit Balkontannenbaum und ganz ohne Besuchsmarathon.

Es gibt viele schöne Geschenke, aber Papas Akkuschrauber bleibt einfach unschlagbar. Damit kann man aber prima die 20 Jahre alte Kinderwaschmaschine reparieren.

Ich kann inzwischen alleine auf die Kiste vor dem Waschbecken klettern und wasche dann dort vorbildlich meine Hände. Mit viel Glück komme ich auch heile von der Kiste wieder runter. Mit Papa an der Seite steige ich auch die Treppe im Flur fleißig rauf und runter.

Ich liebe mein Fahrzeug-Holzsteck-Puzzel mit 20 Teilen. Das kann ich so 10 mal am Tag puzzeln. Meistens helfen mir meine Kuscheltiere dabei.

Eckzahn Nummer 15 und 16 sind jetzt auch da und ich brauche schon wieder neue Schuhe, weil meine Füße wie Unkraut wachsen. Ein paar Tage später kaufen wir ein Paar Stiefel in Größe 25. Größe 24 wird einfach mal übersprungen. Die Schuhe in Größe 23 haben grad vier Wochen gepasst.

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15 Monate alt

Vor zwei Wochen haben wir Oma-Kurzurlaub am fast leeren Edersee gemacht. Wir hatten vier tolle Herbsttage, waren spazieren, im Restaurant und haben viel gespielt.

Ich laufe jetzt ganz gut, vor allem in der Wohnung flitze ich rum. Draußen lasse ich mich auch gerne mal tragen. Ist so schön bequem. Wenn ich möchte, dass Papa oder Mama irgendwohin kommen, kralle ich mir einfach einen Finger und ziehe solange bis die sich in Bewegung setzen. Wie das manchmal dauert….. Ich könnte bestimmt auch was sagen, aber ich bleibe lieber weiter noch ein bisschen stumm. Ich klettere jetzt auch alleine aufs Sofa und steige Treppen, wenn ich Lust dazu habe.

Inzwischen habe ich 14 Zähne. Zwei Eckzähne unten sind in den letzten Wochen in Erscheinung getreten. Am liebsten esse ich Käsewürfel und Marmeladenbrot. Meine Milchration habe ich nun auf zwei Fläschchen, eine zum Einschlafen und einen Mitternachtssnack, reduziert.

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